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Gut geschmiert: Millionenbetrug bei Ford

Untreue, Geldwäsche und Bestechung: Fünf Ford-Mitarbeiter sollen ihr Unternehmen über Jahre hinweg um Millionen gebracht haben

Köln - Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen fünf Ford-Mitarbeiter wegen bandenmäßigen Betrugs, Geldwäsche, Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit. Die Männer sollen über Jahre ein "kriminelles System" mit fingierten Projekten und Schein­rechnungen entwickelt und ihren Arbeitgeber so um Millionen betrogen haben, berichtet das Magazin "Focus".

Die mutmaßlichen Drahtzieher arbeiteten nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" in der Kölner Konzernzentrale im "Gruppenstab Plant Engineering". Dort werden für alle europäischen Standorte die Um- oder Neubauten geplant, die bei einem Modellwechsel notwendig sind. Wie viel Geld die mutmaßlichen Betrüger abgezweigt haben, ist noch unklar. Erste Schätzungen gehen von zwei bis acht Millionen Euro aus, doch könnte der europaweite Schaden deutlich größer sein.

Womöglich hatten die Betrüger ein leichtes Spiel: Angeblich hat der Autobauer die Arbeiten in diesem Bereich kaum kontrolliert. So stellte sich jetzt heraus, dass etwa eine 1,2 Millionen Euro teure Halle, die bei der Umstellung zur Fiesta-Produktion im Kölner Werk im Jahr 2007 vorgeblich gebaut wurde, gar nicht existiert.

Quelle: www.ksta.de

Bild: Fotolia - Gina Sanders