Geldwäscher-Paradies Finnland
Russische Geldwäsche nimmt überhand - effektive Gesetze fehlen
Geldwäsche durch russische Wirtschaftskriminelle wird in Finnland zunehmend zum Problem. Die schmutzigen Einkünfte werden durch Investitionen, Immobilienkäufe und legal ausgeübte Geschäftstätigkeit gewaschen, wie die Wirtschaftstageszeitung "Kauppalehti" heute berichtet. Laut Schätzungen der Polizei sind bereits mehrere Millionen "gesäuberte" Euro aus krimineller Tätigkeit in Finnland im Umlauf.
Die Ermittler beklagen, nicht effektiv gegen Geldwäsche vorgehen zu können, weil die sogenannte "Eigengeldwäsche" in Finnland nicht unter Strafe steht. Die Justiz kann nur eingreifen, wenn eine zweite Person, also etwa ein Hehler, in das Geldwäsche-Geschäft verwickelt ist. Die Polizei befürchtet, dass Finnland ohne entsprechende Gesetze, wie es sie in den meisten EU-Staaten gibt, noch stärker als bisher zum Ziel von Geldwäschern wird.
Quelle: www.wirtschaftsblatt.at
