Wohnungsverwalter prellt Eigentümer um 730.000 Euro
Geld wurde nach Tschechien transferiert - Banken schöpften auch nach über 350 Barabhebungen keinen Verdacht
Freiburg - Als Verwalter von mehr als 44 Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) im RaumFreiburg hatte der Bürokaufmann Vollmacht über deren Konten. Konten, auf welche die Eigentümer regelmäßig Geld u.a. für Strom und Gas, Reparaturen und Sanierungen einzahlten. Da war die Versuchung wohl zu groß:
379 Mal hob der Mann von diesen Konten bei diversen Banken in Freiburg Bares ab - ohne dass eine Bank oder die WEG Verdacht schöpften. Innerhalb von 27 Monaten hamsterte er so 730.000 Euro zusammen. Nur die Western Union wurde im Oktober 2007 stutzig angesichts von mehr als 190 Überweisungen des Angeklagten nach Tschechien mit einer Gesamtsumme von über 347 000 Euro. Sie teilte dem Kunden mit, dass man von ihm künftig keine Überweisungen mehr annehmen werde. Im Hintergrund stand für das Institut der Verdacht der Geldwäsche.
Im Juni 2008 zeigte der Mann sich schließlich selbst an, jetzt wurde er zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Seine ehemalige Freundin - die Empfängerin des Geldes in Tschechien - erhielt wegen leichtfertiger Geldwäsche zwei Jahre auf Bewährung.
Quelle: www.badische-zeitung.de
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