Zocken an der Kinokasse
USA: Kinoindustrie wehrte sich vergeblich gegen Zulassung neuer Film-Wertpapiere
New York - Spekulieren auf den nächsten Blockbuster: Die US-Finanzaufsicht hat neue Wertpapiere zugelassen, die Wetten auf den Erfolg von Kinofilmen darstellen. Die zuständige Behörde CFTC teilte mit, die Investmentplattform Trend Exchange dürfe entsprechende Derivate auf den Markt bringen.
Wer ein solches Wertpapier kauft, schätzt damit, wie viel der Film an seinem Startwochenende an den Kinokassen einspielen wird. Liegen die Einnahmen über einem bestimmten Wert, erhält der Käufer zum Ende der Laufzeit mehr Geld zurück, als er investiert hat. Erweist der Film sich als Kassengift, ist das Derivat am Ende weniger Wert, als es kostete.
Die Filmindustrie hatte sich massiv gegen die Zulassung der Derivate gewehrt, da sie Manipulationen durch Insidergeschäfte befürchtet. Dem hält die CFTC entgegen: Die Derivate basierten auf einem Rohstoff, könnten nicht einfach manipuliert werden und dienten dem wirtschaftlichen Ziel des Schutzes gegen Risiken.
Scheitern könnten Film-Wertpapiere jetzt nun nur noch an der Finanzmarktreform: In diese wurde ein Antrag eingefügt, entsprechende Derivate nicht zuzulassen.
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